Sound’n’Spirit: CD - die erste
- November 2015 | Alles im Kasten. Besser eigentlich: alles auf Spur. Denn nun ist der letzte von insgesamt vier Aufnahmetagen – jeweils mit Überlänge – vorüber. Und die zehn schönsten unserer Konzerttitel vom Juni dieses Jahres für die Ewigkeit auf CD gebannt. Nun gut, noch muss aus der Spur eine Scheibe werden, aber spätestens zum dritten Advent werden wir unser ganz persönliches kleines Weihnachtswunder in Händen halten.
Mit der Aufnahme unter Studiobedingungen haben wir uns selbst einen Traum erfüllt.
Für unsere Lieblingsgospels wollten wir, nachdem die meisten von uns schon mehrere Live-Mitschnitte von Konzerten mitgemacht hatten, den optimalen Klang finden. Und so haben wir nach den dafür notwendigen Bedingungen gesucht: ohne Lampenfieber und Kloß im Hals, ohne Husten und Rascheln, ohne Rückkopplung und mit der Möglichkeit, sich zu hundert Prozent auf die Musik zu konzentrieren. Unsere Bedenken, im Musikraum der Grundschule (auch auf diesem Weg noch einmal ein Dankeschön an die Gemeinde, dass wir den Raum nutzen durften!) könne die Stimmung, die Gospel Seele verleiht, nicht aufkommen, haben sich als unbegründet erwiesen.
Es brauchte vielleicht ein kleines bisschen länger als in der Kirche, aber dann versetzte uns auch dort die Musik in die richtige Schwingung. So vergingen die Tage wie im Flug. Während die Gruppe der jeweils „auf Sendung“ befindlichen Chormitglieder von Tag zu Tag wechselte – Instrumentalisten und Solisten verausgabten sich am ersten Wochenende, am zweiten Wochenende waren es dann am Samstag Sopran und Tenor, am Sonntag Alt und Bass –, wurde von unserer musikalischen Leiterin Ulrike der absolute Rekord im Dauerdirigieren aufgestellt. Sie weiß es noch nicht – aber wir haben sie für das Guinness-Buch angemeldet. ;-) Zweimal zwei 10-Stunden-Tage, nonstop.
Ohne Pause und ohne Sitzen, dafür mit voller Power und selbst nach zehn Stunden und wehen Füßen noch mit dem gewohnt trockenen Humor. Diese Leistung war Spitze!
Noch ein wenig länger – nämlich vom Aufbau des mobilen Tonstudios bis zum Abschließen der Schule im nächtlichen Dunkel, dafür aber ebenfalls ohne Pause – waren die vier Tage für unseren Chorsprecher Thomas. Roadie, Solist, Chorsänger, Verbindungsoffizier, Fotograf – der Mann für alle Fälle.
Ebenso im Marathoneinsatz war Ralf Werner von r w - s o u n d d e s i g n, in dessen bewährte Hände wir die Aufnahme unserer Gospelschätzchen gelegt hatten: Verkabelungskünstler, Meister der Abmischung, kritische Stimme im Hintergrund, immer ruhig, auch nach dem fünften Anlauf an einer schwierigen Stelle, die einfach nicht fluppen wollte. Allen dreien verdanken wir zwei professionelle, perfekt organisierte und durchgeführte Aufnahmewochenenden!
Na ja, für die richtige Stimmung haben wir natürlich alle gesorgt, sonst wären wir nicht Sound’n’Spirit. Und so gab es gaaanz weit weg vom Musikraum, in dem gearbeitet wurde, auch ein „Spielzimmer“, wo die gerade nicht in Aktion befindlichen Chormitglieder in wechselnden Zusammensetzungen jede Menge Kaffee und Köstlichkeiten verschiedener Art sowie ausreichend Konversation, Tipps und Zuspruch zu sich nehmen konnten, um sich von den Strapazen der Aufnahme zu erholen oder sich auf dieselben vorzubereiten.
Jetzt geht es für uns nahtlos weiter mit der Vorbereitung für unsere Weihnachtsauftritte, unter anderem am 3. Advent in der 11.00-Uhr-Messe in St. Margareta und einige Stunden später auf dem Weihnachtsmarkt in Neunkirchen. Wer Dry bones, Down by the riverside, Hold on to the rocks oder You raise me up gern noch einmal hören möchte, der kann an unseren Stand auf dem Weihnachtsmarkt kommen. Dort frittieren wir nicht nur diese leckeren kleinen vegetarischen Bällchen, bekannt als Falafel, und bieten orientalischen Glühwein an, sondern dort hüten wir auch unsere dann fix und fertig in glänzender Hülle verpackte himmelblaue CD, die wir inzwischen liebevoll „N° one“ getauft haben.
Aber - nur einmal gesetzt den Fall - Sie würden uns eine Spende geben, weil auch Sie gern Gospels hören oder weil Sie ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Verwandten, Freunde, Bekannten oder Kollegen suchen, ja, in diesem Fall würden wir uns natürlich von dem einen oder anderen Exemplar auch durchaus wieder trennen, um uns damit für Ihre Spende bedanken. Mit einem Teil Ihrer Spende unterstützen wir übrigens in der Weihnachtszeit die neue Orgel von St. Margareta.
